„Heiße Kartoffel“

Die „Heiße Kartoffel”– der mitteldeutsche Kommunikations- und Wirtschaftspreis

wurde von 1991 bis 2017 in Leipzig verliehen. Der nicht dotierte Preis besteht aus einer Skulptur, die vom Leipziger Künstler Jörn Konrad jedes Jahr als Unikat angefertigt worde. Sie zeigt eine verletzte Hand, die eine Kartoffel hält und sie trotz der Verletzung nicht fallen lässt. Diese Symbolik liegt der Preisverleihung zu Grunde.

Mit der Heißen Kartoffel wurden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich beispielhaft für die mitteldeutsche Region eingesetzt haben. Die Verleihung fand an verschiedenen Veranstaltungsort in Leipzig statt. So zum Beispiel 1993, 1995 und 1997 im Neuen Rathaus, 1994 das Hotel Intercontinental Leipzig, von 1998 bis 2003 in der Kuppelhalle des historischen Gebäude der Deutschen Bank und von 2004 bis 2016 im Bundesverwaltungsgericht.

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger waren:

Sonja Brogiato wurde 2017 für ihr außerordentlichem Engagement zur Integration von Migranten geehrt.

Prof. Dr. Dan Diner wurde 2015 für seine Arbeit und Engagement als Wissenschaftler und Autor ausgezeichnet.

Dr. Thomas de Maizière wurde 2014 für sachorientierten und konsequenten politischen Gestaltungswillen und -mut in den Kabinetten Sachsens und in der Bundesregierung ausgezeichnet.

Dr. Peter Seifert wurde 2013 für sein außerordentliches Engagement für Chemnitz und den Standort Mitteldeutschland geehrt.

Prof. Dr. Svante Pääbo wurde 2012 mit dem Jubiläumspreis für seine besonderen wissenschaftlichen Leistungen geehrt.

Prof. Dr. Martin Winterkorn erhielt 2011 den Preis für sein Engagement um die Region Mitteldeutschland als erfolgreichen Automobilstandort.

Ingrid Mössinger erhielt 2010 den Preis für ihr außerordentliches Engagement als Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz.

Dr. Arend Oetker, Unternehmer und Mäzen, wurde 2009 für sein Engagement um die Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Mitteldeutschland ausgezeichnet.

Leipziger Akteure des Herbstes 1989. Die damaligen Sprecher des Neuen Forums Michael Arnold, Jochen Läßig, Petra Lux, Edgar Dusdal, Rainer Pietsch, Martin Kind und Dirk-Michael Grötzsch sowie der damalige Pfarrer an der Nikolaikirche, Christian Führer, wurden 2008 für ihren persönlichen Einsatz und gleichzeitig stellvertretend für die Leipziger Bürger, deren zivilgesellschaftliches Engagement die unblutige und friedliche Revolution ermöglichte, gewürdigt.

Prof. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, wurde 2007 für sein außerordentliches politisches und persönliches Engagement für die Region Mitteldeutschland und das Bundesland Sachsen-Anhalt geehrt.

Prof. Ludwig Güttler, Star-Trompeter, wurde für sein außerordentliches Engagement zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und den damit verbundenen Beitrag zur Völkerverständigung 2006 ausgezeichnet.

Prof. Kurt Masur, ehemaliger Gewandhauskapellmeister, erhielt 2005 den Preis für seine Verdienste während der friedlichen Revolution sowie sein weltweites Engagement für die Region Mitteldeutschland.

Hans-Dietrich Genscher, früherer Bundesaußenminister und FDP-Ehrenvorsitzender, bekam 2004 für seine Verdienste um die deutsche und europäische Einheit die „Heiße Kartoffel”.

Prof. Klaus-Ewald Holst, Vorstandsvorsitzender der VNG Verbundnetz Gas AG, erhielt 2003 den Preis für sein herausragendes unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement für die Region.

Prof. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender a.D. sowie Mitglied des Aufsichtsrates der BMW- Group. wurde 2002 mit der „Heißen Kartoffel” für das Engagement von BMW in Leipzig ausgezeichnet.

Prof. Dagmar Schipanski, ehemalige Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Freistaates Thüringen, wurde 2000 für ihr persönliches Engagement im Freistaat Thüringen geehrt.

Norbert Wenner, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Stromversorgung AG (MEAG), wurde für sein Wirken bei der Neuorganisation der mitteldeutschen Energieversorgung, sein Engagement im Mitteldeutschen Industrieclub sowie sein Einsatz für die Gestaltung einer mitteldeutschen Industrieregion – über die Ländergrenzen Sachsens und Thüringens hinweg – 1999 mit dem Preis gewürdigt.

Prof. Kurt Biedenkopf, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen a.D., wurde 1998 für sein wirtschaftspolitisches Engagement, das weit über die Landesgrenzen Sachsens wirkte, ausgezeichnet.

Prof. Lothar Späth, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, bekam 1997 den Preis für sein Wirken in Thüringen.

Dr. Klaus Schucht, ehemaliger Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, erhielt 1995 die „Heiße Kartoffel” für sein persönliches Engagement um den Erhalt des mitteldeutschen Chemiestandortes.

Friedrich Magirius, der ehemalige Superintendent und Moderator des Leipziger Runden Tisches im Herbst 1989, wurde ebenfalls für sein außerordentliches Engagement in der Region 1994 mit der „Heißen Kartoffel” geehrt.

Walter Christian Steinbach, Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Leipzig, wurde für sein regionales Engagement sowie den Aufbau und die erfolgreiche Arbeit des Regierungspräsidiums 1993 ausgezeichnet.

 

Bilder: Archiv ARGOS